Beer: Lindners liberale Lebenslügen

Zu den heutigen Äußerungen des Generalsekretärs der FDP-Bundespartei, Christian Lindner, zur Schulpolitik in NRW erklärt Sigrid Beer MdL, bildungspolitische Sprecherin:

„Herr Lindner bezeichnet die Privilegierung der Hauptschule durch die alte schwarz-gelbe Landesregierung als Lebenslüge von Jürgen Rüttgers. Dazu lässt sich nur sagen: Die Kritiker der Elche waren früher selber welche.

Die FDP hat nicht nur den schulpolitischen Kurs von Jürgen Rüttgers mit Trommelwirbel und Tusch unterstützt. Sie ist auch bis heute die Fraktion im Landtag, die sich in der bildungspolitischen Konsenssuche kein Jota von ihren Fundamentalpositionen wegbewegen will.

Das alte Märchen von der Einheitsschule, die DIN-genormte Einheitskinder produziert, kann doch niemand mehr hören. Gerade Liberale müssen sich fragen lassen, warum sie integrative Schulformen bekämpfen, die mit individueller Förderung das einzelne Kind mit seinen Begabungen in den Mittelpunkt stellen und den Weg zum Abitur lange offen halten.

Der schulpolitische Beitrag des FDP-Generalsekretärs bleibt unterkomplex. Vielleicht hätte es geholfen, wenn sich seine Partei nicht frühzeitig aus den Bildungskonferenzen verabschiedet hätte. Der Mut zum Dialog mit den vielen Verbänden, Expertinnen und Experten hätte vielleicht auch der FDP dabei geholfen, alte Lebenslügen abzuräumen.“

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