Beer: Wach werden und zuhören!

Zum heutigen Pressegespräch der CDU-Fraktion zum Thema Inklusion erklärt Sigrid Beer MdL, bildungspolitische Sprecherin:

„Wer die Schulausschusssitzungen und Landtagsdebatten in den letzten Monaten verfolgt hat, kann sich über die heutigen Äußerungen der CDU nur verwundert die Augen reiben.

Die zusätzlichen Stellen für die Ausweitung des Gemeinsamen Unterrichts und das Bemühen, allen Eltern, die es wünschen, einen Platz für ihre Kinder im Gemeinsamen Unterricht anzubieten, sind von der CDU offensichtlich unbemerkt geblieben.

Seit Dezember 2010 steht die Zusicherung von Bildungsministerin Löhrmann, die Eckpunkte für einen Inklusionsplan im Sommer 2011 vorzulegen. Als zusätzliche Unterstützung für die regionale Umsetzung der Inklusionsschritte werden mit dem Haushalt 2011 weitere Stellen bereitgestellt.

Dass die CDU nach jahrelangem Zögern im Dezember 2010 einen gemeinsamen Antrag zur Inklusion mitgetragen hat und sich darin auch zum Recht auf inklusive Bildung bekennt, freut uns sehr. Schon länger irritiert uns hingegen, dass die Union das Recht auf gemeinsames Lernen nur für Kinder mit und ohne Behinderung gelten lässt, nicht jedoch für die Kinder, die eine Gemeinschaftsschule besuchen werden.

Wenn sie jetzt auch noch eigens ein Pressegespräch ansetzt, um öffentlich zu erklären, dass sie die Arbeitsprozesse und Diskussionen zum Thema Inklusion in den letzten vier Monaten verschlafen hat, ist das blamabel.

Wir hätten stattdessen eine konstruktiven Vorschlag: Die CDU könnte dem Haushalt 2011 zustimmen und damit 2.078 Lehrerstellen für die Schulen in NRW auf den Weg bringen. Etwa ein Viertel davon sind für die Ausweitung und Unterstützung des integrativen Lernens in diesem Jahr vorgesehen.

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