Klocke: Ramsauers Gigaliner scheitern an der Realität

Zum geringen Interesse an Gigalinern in der Testphase der Bundesregierung erklärt Arndt Klocke, MdL, verkehrspolitischer Sprecher:

„Das Megaprojekt Gigaliner steht vor dem Aus, weil sich die Unsinnigkeit des Vorhabens nun auch in der Realität erwiesen hat. Für die laufende Pilotphase in sieben Bundesländern haben sich beim Bundesverkehrsministerium nach fast zweimonatiger Anmeldephase nur zwei Speditionsunternehmen vormerken lassen. Meldebeginn für den regierungsamtlichen Test auf deutschen Straßen war der 1. Januar. Selbst die für den 5. März in München geplante große Premierenfeier wurde mittlerweile abgesagt. In einer Prognose war Herr Ramsauer ursprünglich für die Testphase von 400 Lang-LKW‘s ausgegangen. Die Realitätsferne seiner Überlegungen ist nun offenkundig.

Nordrhein-Westfalen hatte sich von Beginn an insbesondere aus Sicherheitsgründen gegen die Einführung der Monstertracks gestellt und beteiligt sich nicht am Feldversuch. Die Anmeldezahlen zeigen, dass das vom Bundesverkehrsminister unterstellte große Interesse der Spediteure gar nicht vorhanden ist. Es gibt nicht nur schwerwiegende Sicherheitsbedenken gegen die Lang-LKW, sondern im Speditionsgewerbe ein echtes Akzeptanzproblem. Ramsauer sollte jetzt schnell Konsequenzen ziehen und den unsinnigen Großversuch zügig einmotten. Insbesondere seine Tricksereien mit der Umgehung der Parlamente könnten sich bald als schwerer Bumerang für den Minister erweisen.“

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