Paul: Behinderte SportlerInnen aus NRW holen ein Fünftel der Medaillen

Zum Abschluss der paralympischen Spiele in London erklärt Josefine Paul, sportpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag NRW:

„Viel zu lange wurden die Paralympics von den Olympia-Organisatoren stiefmütterlich behandelt und von der Öffentlichkeit geringgeschätzt. Jetzt zeichnet sich die Wende ab. Das öffentlich-rechtliche Fernsehen hat so viele Stunden paralympischen Sport übertragen wie noch nie zuvor. Diese Aufmerksamkeit ist wichtig. Gerade im Behindertensport haben erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler eine immense Vorbildfunktion: Sie zeigen, welche herausragenden Leistungen Athletinnen und Athleten trotz Handicaps erbringen können.

Wir müssen alles daransetzen, dass der Behindertensport bis zu den nächsten Paralympics immer wieder öffentliche Beachtung findet. Auch das ist Aufgabe der Politik: den Behindertensport zu fördern und im Blick zu behalten. Deshalb setzen wir uns für die Stärkung des inklusiven Schulsports und des Breitensports ein. Wir müssen analysieren, welche Potenziale die Verbandsstrukturen in Nordrhein-Westfalen bieten. Schon in diesem Jahr kamen 13 Medaillengewinnerinnen und- gewinner aus NRW – das sind 19,6 Prozent der deutschen Medaillen. Ich persönlich hoffe sehr, dass das tolle Ergebnis der deutschen Sportlerinnen und Sportler dazu beiträgt, die öffentliche Präsenz von Behindertensport zu erhöhen.“

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