Paul: Homophobie entschieden entgegentreten!

Zum Internationalen Aktionstag gegen Homophobie erklärt Josefine Paul MdL, queerpolitische Sprecherin:

„Am 17. Mai 1990 beschloss die Generalversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität von der Liste der psychischen Krankheiten zu streichen.

21 Jahre später sehen sich Lesben und Schwule in Deutschland zwar keiner gesetzlichen Verfolgung mehr ausgesetzt, Umfragen zeigen aber, dass Homophobie in der Gesellschaft weiterhin verbreitet ist. ‚Schwule Sau‘ ist auf Schulhöfen und in Fußballstadien noch immer Schimpfwort Nummer Eins.

Rot-Grün setzt sich konsequent für die Akzeptanz unterschiedlicher Lebensformen und gegen die Diskriminierung auf Grund sexueller Identität ein. Neben der Gleichstellung von Eingetragenen Lebenspartnerschaften im Beamtenrecht des Landes, die am Mittwoch im Landtag verabschiedet werden soll, erarbeitet das NRW-Emanzipationsministerium derzeit in enger Zusammenarbeit mit den Selbstorganisationen, den Ministerien und den im Landtag vertretenen Fraktionen einen Aktionsplan gegen Homophobie.

Sowohl im Sportverein, als auch in der Schule oder am Arbeitsplatz – Homophobie ist leider gesellschaftlich noch immer verbreitet. Wir verstehen den Kampf für mehr Akzeptanz als Querschnittsaufgabe, in die alle Ministerien und gesellschaftlichen Akteure einbezogen werden müssen.

In diesem Zusammenhang ist es für die Grünen übergeordnetes Ziel, den Artikel 3 des Grundgesetzes um den Passus ‚sexuelle Identität‘ zu erweitern und damit auf höchster gesetzlicher Ebene deutlich zu machen, dass auch homosexuelle Menschen ein Recht auf besonderen Schutz vor Diskriminierung durch die Gesellschaft haben!“

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