Paul: Schützen sollten Toleranz auf ihre Fahnen schreiben

Zum beantragten „Königinnenzwang“, über den der Bund der Historischen Schützenbruderschaften am Sonntag entscheidet, erklärt Josefine Paul MdL, queerpolitische Sprecherin:

„Der Bund der Historischen Schützenbruderschaften schreibt sich eine gestrige Intoleranz auf die Fahnen, wenn er am Sonntag für einen ‚Königinnenzwang‘ stimmt. Es gibt kein rationales Argument, das gegen ein gleichgeschlechtliches Königspaar spricht. Schon die Diskussion über den schwulen Schützenkönig aus Münster und seinen Partner im letzten Jahr war unwürdig. Dass nun per Antrag eine solche Partnerwahl verboten werden könnte, finde ich persönlich traurig.

Der Bund der Historischen Schützenbruderschaften sollte mit einer Absage an den Antrag klar für gesellschaftliche Realitäten eintreten. Akzeptanz und Toleranz müssen schwerer wiegen als falsch verstandene Traditionen. Es ist heuchlerisch zu sagen: Schwule dürfen bei uns mitmachen, solange sie nicht erkennen lassen, dass sie schwul sind. Das ist eine Form der Diskriminierung.“

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