Priggen: Für die Energiewende ist es gut, dass Großmann geht

Zur Bilanz von RWE-Chef Jürgen Großmann erklärt Reiner Priggen, Fraktionsvorsitzender:

„Jürgen Großmann hat den Konzern an Ketten aus Kohle und Atom gelegt. Sein Abschied kann für RWE zu einer Befreiung werden und ist eine gute Nachricht für die Energiewende. Gerade in Nordrhein-Westfalen können wir es uns nicht leisten, im Wettbewerb zurückzufallen, weil ein Großkonzern wie RWE es nicht schafft, seine Unternehmenspolitik zu wenden. Wir wollen nicht auf den alten Kohle-Meilern sitzen bleiben, sondern ein Hightech-Land sein, das Vorbildcharakter hat.

Nach fünfjähriger Halsstarrigkeit und Atom-Gläubigkeit zeigt Jürgen Großmann noch bei seiner Verabschiedung, dass er nichts dazugelernt hat. RWE will bis 2014 insgesamt 16 Milliarden Euro investieren, insbesondere um den Kraftwerkspark auszubauen. In den Ausbau Erneuerbarer Energien sollen bei der Tochter RWE Innogy bis 2014 insgesamt 4 Milliarden Euro fließen, unter anderem in Windenergie. Wenn RWE die Energiewende ernstnehmen würde, wäre nicht weiterhin der Ausbau des Kraftwerksparks Ziel, sondern ein noch intensiverer Ausbau von Erneuerbaren Energien und Speichern.

Es bleibt zu hoffen, dass sein Nachfolger Peter Terium die Herausforderungen der Energiewende annimmt.“

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