Priggen: NRW zum Gewinnerland der Energiewende machen

Zum Jahrestag der Atomkatastrophe von Fukushima und den Herausforderungen der Energiewende erklärt Reiner Priggen MdL, Fraktionsvorsitzender:

„Das erste Jahr nach der Atomkatastrophe ist ein verlorenes Jahr für die Energiewende. Nach dem historischen Konsens über den Atomausstieg, der nicht das Verdienst der schwarz-gelben Bundesregierung war, hätte Norbert Röttgen endlich etwas bewegen können – wenn er wollte und den nötigen Mumm hätte. Stattdessen müssen wir mit ansehen, wie die Bundesregierung sich selbst und die Energiewende blockiert. Merkel und ihren Ministern fehlen der Plan, die Kraft und Überzeugung. Sie stehen mit einer blanken Energie-Bilanz da und belegen damit ein Jahr nach Fukushima, dass die Atom- und Kohle-Koalition nicht aus ihrer Haut herauskommt. Im Gegenteil: Als wäre nichts gewesen, hofiert Schwarz-Gelb die vier großen Atomkonzerne und signalisiert mit völlig irrationalen Kürzungsplänen bei der Solarförderung, dass sie den Energieriesen auch künftig saftige Gewinne aus der Kohlekraft sichern will.

Umso mehr kommt es bei der Umsetzung der Energiewende auf die Grünen an. Nordrhein-Westfalen hat mit uns die Chance, ein Gewinnerland der Wende zu sein. Dabei setzen wir als große Herausforderung auf die dezentrale Erzeugung. Ein wichtiger Baustein ist, dass Verteilnetze intelligent errichtet und gesteuert werden. Moderne Gaskraftwerke, die Strom und Wärme erzeugen, müssen mit einem Ausbau der Wärmenetze vorangetrieben werden. Bis 2018, wenn der Bergbau endet, müssen die Strukturen einer neuen Hightech-Region erkennbar sein.“

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