Priggen: Röttgen ratlos?

Zur gestrigen Aschermittwochsrede von Norbert Röttgen in Kirchveischede erklärt Reiner Priggen MdL, Fraktionsvorsitzender:

„Norbert Röttgen hat viel zu tun. Sheriff der E10-Zapfpistolen. Atomkraftverlängerungsminister. Und dann noch diese lästige Nebenerwerbstätigkeit als CDU-Landesvorsitzender. Da kann man schon mal den landespolitischen Überblick verlieren.

‚Wollen wir unseren Kindern Schuldenberge oder ein Vermögen hinterlassen?‘ fragte Röttgen am Politischen Aschermittwoch.

Als Atomkraftverlängerungsminister hinterlässt er den Kindern zusätzliche Berge aus Atommüll und nur den großen Energiekonzernen ein Vermögen.

Als Mitglied im Kabinett Merkel hinterließ er im letzten Jahr die höchste Nettoneuverschuldung in der Geschichte der Bundesrepublik.

In Berlin hob er die Hand für das Wachstumsbeschleunigungsgesetz zugunsten von Mövenpick & Co., das das Land NRW jedes Jahr 880 Millionen Euro kostet.

Als Landesvorsitzender vertritt er eine Partei, die in NRW allein im letzten Haushaltsjahr über sieben Milliarden Euro an Erblast hinterließ und für die Zukunft weitere 6,6 Milliarden Euro Schulden pro Jahr einplante.

Das hindert ihn nicht daran, von Rot-Grün nun über drei Milliarden Euro Einsparungen im Haushalt 2011 zu fordern. Wo die herkommen sollen? Da hat Norbert Röttgen auch keine Idee.

Deshalb irrt der CDU-Anhänger, der ihn gestern feierlich zum ‚Guttenberg der NRW-CDU‘ ernannte. Denn wenn Guttenberg keine eigene Idee hatte, wusste er zumindest, wo er abschreiben kann.“

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