Priggen: Schavan öffnet CDU für Atommüll-Lösung in Jülich

Zu den Äußerungen von Bundesforschungsministerin Annette Schavan, eine mögliche längerfristige Zwischenlagerung des Atommülls in Jülich zu überdenken, erklärt Reiner Priggen MdL, Fraktionsvorsitzender:

„Ich bin Frau Schavan dankbar, dass sie das Denkmuster ihrer Landes-CDU aufgebrochen hat. Die Bundesministerin ist ganz offensichtlich an einer sachorientierten Lösung interessiert. Diese kann nicht darin bestehen, 152 Castor-Fässer quer durch das Land in ein weiteres Zwischenlager zu karren und später einen erneuten Transport in Kauf zu nehmen. Die Landes-CDU wäre gut beraten, auch diese Frage eines doppelten Transports und die daraus entstehenden Kosten mit ihrer Bundesministerin zu diskutieren.

Die vernünftige Lösung ist ein vorübergehender Verbleib des Atommülls am Entstehungsort. Der Sinn eines Transports ohne endgültige Lösung für die Atommüll-Lagerung erschließt sich nicht und würde die Bürgerinnen und Bürger entlang der Transportstrecke unnötig belasten.

Die Lösung kann allerdings nicht darin bestehen, dass sich der Bund aus der finanziellen Verantwortung für die Optimierung des Zwischenlagers stiehlt. Über die Aufteilung der Kosten werden Bund und Land noch reden müssen.“

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