Priggen: Verantwortliche Strompreis-Modelle sehen anders aus

Zur Forderung von Johannes Teyssen nach einem Strom-Zuschuss für Geringverdiener erklärt Reiner Priggen, Fraktionsvorsitzender:

„Herr Teyssen betreibt ein durchsichtiges Spiel nach dem Prinzip von Pippi Langstrumpf: Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt. Vor fünf Jahren beklagte sein Konzern, dass Strom eigentlich zu billig sei – sprich: Ich will mehr Geld von den Verbrauchern. Heute beschwert sich der Vorstandschef darüber, dass Strom viel zu teuer werde und deshalb das Sozialsystem des Staates einspringen müssen – sprich: Der Staat muss mir mehr Geld für saftige Gewinne geben.

Es kann aber bei der Tarifgestaltung nicht darum gehen, dass Herr Teyssen seine alten Tarife weiterhin so gestalten kann wie bisher und die Allgemeinheit dies finanziert. Stattdessen muss es darum gehen, in der Stromproduktion und bei den Stromtarifen umzudenken und soziale Komponenten einzubeziehen. Es gibt inzwischen einige, gute Modelle. Unter anderem hat die Verbraucherzentrale NRW ein interessantes Konzept vorgelegt. Aus grüner Sicht sollte es eine soziale Staffelung der Stromtarife geben. Die Mehrkosten könnten über die Netzentgelte umgelegt werden. Kombiniert mit einem differenzierten Sozialtarifsystem kämen wir dem eigentlichen Ziel näher, sozialfreundliche Tarife mit Anreizen zum Stromsparen zu verbinden.“

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