Rüße: Anhörung untermauert Regelungsbedarf für Intensivmastanlagen

Anlässlich der heutigen Expertenanhörung des Umweltausschusses zum Thema Intensivmastanlagen erklärt Norwich Rüße MdL, landwirtschafts- und naturschutzpolitischer Sprecher:

„Die Mehrzahl der Expertenstellungnahmen bestätigen unsere Forderung nach einer stärkeren Regulierung von Intensivmastanlagen. Die Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände schreibt u.a., dass sie die Bedenken aus unserem Antrag ‚Intensivmastanlage belasten ländliche Regionen in NRW – Bäuerliche Landwirtschaft stärken‘ in vollem Umfang teilt. Es gibt kaum Zweifel an der Gesundheitsschädlichkeit durch Bioaerosole, die aus den Anlagen austreten, für die es keine verbindlichen Grenzwerte gibt. Ebenso sehen sie die Qualität des Grundwassers durch zu hohe Nitrateinträge aus der Gülle beeinträchtigt. Die Geruchsbelästigung im Umkreis von Intensivmastanlagen sind für den Tourismus und für die weitere Ansiedlung von Wohn- und Gewerbebebauung durchaus hinderlich.

Auch in puncto Tierschutz teilen die meisten ExpertInnen unsere Kritik an den Haltungsbedingungen für die Tiere. Die bisherige Besatzdichte in Hähnchen-, Puten- und Schweineställen und die damit zusammenhängenden Antibiotikaeinsätze, Amputationen, Kannibalismus und andere negative Auswirkungen auf die Tiergesundheit sind nicht länger tragbar.

Wir fordern die Abschaffung der uneingeschränkten Privilegierung, niedrigere Besatzdichten in den Ställen, verbindliche Grenzwerte für Bioaerosolemissionen sowie restriktivere Antibiotikaeinsätze.

Der massive Widerstand von kommunalen Verbänden, von Bürger-, Umweltschutz- und Tierschutzinitiativen, der Bevölkerung in der Nähe der Anlagen, von umliegenden Landwirten sowie von zahlreichen Verbraucherinnen und Verbrauchern, die diese Art von Tierhaltung nicht mehr unterstützen wollen, bestätigt zudem, dass unsere Forderungen richtig sind und dringender Handlungsbedarf besteht.“

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