Seidl: Wir haben den doppelten Abiturjahrgang fest im Blick!

Zur aktuellen Situation beim studentischen Wohnen an den großen Hochschulstandorten erklärt Dr. Ruth Seidl MdL, wissenschaftspolitische Sprecherin:

„In einem koordinierten Verfahren zwischen allen NRW-Hochschulen wurde festgelegt, dass Studienbewerber und –bewerberinnen bis zum 5. August erfahren, ob sie im ersten Anlauf einen Studienplatz erhalten haben. Nun benötigen die Studierenden auch Planungssicherheit für ihre Wohnsituation am Studienort. Die Studentenwerke erfüllen dabei eine zentrale Aufgabe.

Vor diesem Hintergrund hat Rot-Grün Vorbereitungen getroffen, um mit Blick auf den doppelten Abiturjahrgang auch die kurzfristige Bereitstellung von Wohnraum zu ermöglichen. Bereits seit 2011 wurde der allgemeine Zuschuss an die Studentenwerke um 3,5 Millionen Euro erhöht. Diese Mittel sollen den Studentenwerken vor diesem Hintergrund auch ermöglichen, zusätzlich in die studentische Infrastruktur wie Mensen und Wohnheime zu investieren. Wie schon im Haushaltsentwurf für 2012 angekündigt, ist eine weitere Erhöhung des allgemeinen Zuschusses um rund 1,4 Millionen Euro auf insgesamt 39,5 Millionen Euro geplant.

Die Studentenwerke sind nun gefordert, rasch auf die veränderten Anforderungen des studentischen Wohnens zu reagieren. Dazu gehört auch etwa die Entwicklung neuer Modelle in Kooperation mit Unternehmen der Wohnungswirtschaft und Kommunen. Vorbildcharakter haben auch jene kommunalen Initiativen, bei denen die Bürgerinnen und Bürger in die Wohnraumsuche einbezogen werden.

Darüber hinaus hat die rot-grüne Landesregierung aber auch die mittelfristig zu erwartende Abnahme der Studierendenzahlen einkalkuliert: So wurden Wohnheimplätze gebaut, die später auch für Wohnformen im Alter weiter genutzt werden können. Hier sind in den Jahren 2009 bis 2011 in neun Projekten im Rahmen der Wohnraumförderbestimmungen 1.100 Wohnplätze für knapp 50 Millionen Euro gefördert worden.“

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